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Das Haus wurde 1896 vom Marinemaler Lindemann-Frommel erbaut. Daher befand sich im Erdgeschoss ein großes Atelier mit einer Geschosshöhe von gut 4,5 m Höhe. Anfangs unterrichtete er Malschüler, was aber nicht so erfolgreich gewesen sein soll. Bald wurde das oberste Geschoss als Pension genutzt. 1915 zog es dann Herrn Lindemann-Frommel wieder zurück in seine Heimat München.
Das Haus stand 5 Jahre lang leer bzw. wurde während des I. Weltkrieges von unterschiedlichsten Leuten bewohnt. 1920 wurde es vom Marinemaler Robert Schmidt-HAMBURG (1885 - 1963) erworben und nach umfangreichen Renovierungsarbeiten als Wohn- und Schaffenshaus bis zu seinem Tode genutzt. Nach dem II. Weltkrieg diente das Erdgeschoss als Ausstellung. Robert Schmidt-HAMBURG schuf neben seinen vielen Gemälden und Entwürfen eine international geschätzte und viel bewunderte Sammlung kulturhistorischer Dioramen (beleuchtete Schaukästen). Dazu bemalte er über 30.000 Zinnfiguren und baute 46 verschiedene Szenen aus 3.000 Jahren Weltgeschichte, die heute im Zinnfigurenmuseum Kulmbach besichtigt werden können.
Heute wird das Haus von der 3. Generation der Familie Schmidt bewohnt. Es musste 2003/2004 erheblich renoviert werden, nachdem schon in einem frühen Stadium der Umbaumaßnahmen Hausschwamm entdeckt wurde. Das zwang die heutigen Eigentümer, das Haus komplett entkernen zu lassen, sodass nur noch die Außenmauern und der Dachstuhl erhalten blieben. Die gesamten Geschossdecken, Raumaufteilung sowie alle elektrischen und sanitären Installationen wurden komplett erneuert, wodurch das Haus innen einem Neubau entspricht. Im Rahmen dieser Umbaumaßnahmen wurde das oberste Geschoss zu einer separaten Ferienwohnung umgestaltet.
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